Der Berg (und die Bahn) ruft …

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Kunstbauten müssen regelmässig überprüft und instandgehalten werden. Die Digitalisierung bietet für die Beschaffung der notwendigen Grundlagen ausgezeichnete Möglichkeiten. Auch und besonders bei einzigartigen Bauwerken wie den Tunneln und der Schienentrasse der Furka Dampfbahn. Bei diesem anspruchsvollen Vermessungsauftrag hat das erfahrene Mapping-Team sein ganzes Können, viel Tempo und seinen starken Dienstleistungswillen bewiesen und mit dem Mobile Mapping System MX9 von Trimble eine hochpräzise, heute und in Zukunft vielseitig und langfristig verwendbare digitale Datenbasis erstellt.

Die regelmässige Überprüfung und Instandhaltung der historischen Schienenverbindung zwischen dem Kanton Wallis und dem Kanton Uri ist eine Daueraufgabe des Vereins Furka-Bergstrecke, damit die hohen Sicherheitsstandards eingehalten und die touristischen Bahnfahrten gefahrlos durchgeführt werden können.

Nachdem terra® Mitte September den Auftrag für die Vermessung & Digitalisierung der fünf, rund 100-jährigen Tunnel erhalten hatte, galt es, innerhalb weniger Tage ein Team zu mobilisieren. Denn bereits Anfang Oktober sollte die Strecke eingewintert, Brücken zum Schutz vor Lawinen abgebaut und die Tunnel mit grossen Toren verschlossen werden.

Damit die Scandaten im Postprocessing georeferenziert werden konnten, mussten vor dem Start der Vermessungsfahrt mit dem MX9 über die ganze Strecke Netzmessungen durchgeführt und Passpunkte gesetzt werden. Dafür machte sich ein Dreierteam von terra® in Schutzausrüstung und schwer bepackt mit Bohrmaschine, mehreren Akkus, sieben Stativen sowie unzähligen Bolzen und Targets auf den Weg. Alle 50 Meter, im Kurvenbereich sogar alle 25 Meter, brauchte es einen Passpunkt. Eine physisch und logistisch ziemlich anstrengende Materialschlacht spielte sich so während drei Tagen in den russgeschwärzten, engen und teils sehr steilen Tunneln ab. Insgesamt fünf Stunden dauerte die anschliessende Vermessungsfahrt mit der MX9, um die komplette Strecke einmal und die Tunnel dreimal abzufahren.

Das Resultat dieser Vermessung kann sich sehen resp. vor allem mehrfach verwenden lassen: Der Auftraggeber verfügt nun über Scans und 360° Panoramaaufnahmen, welche die gesamte Schienenstrecke und ihre nähere Umgebung mit allen Tunneln zentimetergenau und realistisch visualisieren. Anhand dieser können sie die 18 Kilometer vom Büro aus per Mausklick jederzeit und immer wieder virtuell begehen, sich jede beliebige Stelle ganz genau ansehen und zielgerichtete Sanierungsmassnahmen planen. Für die Ingenieure auf einen Blick erkennbar sind nun auch alle kritischen, d.h. kollisionsgefährdenden Stellen in den Tunneln.

Das Team der terra® zieht Bilanz: «Es war etwas ganz Besonderes, in diesem anspruchsvollen Umfeld die technischen Möglichkeiten des MX9 und unseres weiteren, innovativen Trimble Vermessungsequipments auszureizen. Die fantastische Bergwelt wie auch der historische Hintergrund der Bahnstrecke machte die Arbeit einzigartig. Für uns war das auch ein Stück weit Abenteuer!»-

Kontakt

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