Einragungen ins Lichtraumprofil bedeuten eine Gefahr im Schienenverkehr und müssen aufgrund von geänderten Anforderungen, möglichen Verschiebungen des Gleisbetts oder wachsender Vegetation regelmässig überprüft werden. Zur Erfassung aller Objekte im Gleisbereich setzen wir in kleinflächigen Perimetern konventionelle Messmethoden und terrestrisches Laserscanning ein, für grössere Streckenabschnitte kommt das von terra® entwickelte mobile Scan- und Bildaufnahmesystem zum Einsatz.
Dieses erlaubt es uns, die Aufnahmen während des laufenden Betriebs bei 80 km/h zu machen und damit den Bahnverkehr nicht zu stören. Die gewonnenen Messdaten werden auf den Fixpunktrahmen der Bahn georeferenziert. Für die Prüfung der Profilfreiheit des Lichtraums kommt eine eigens dafür entwickelte Software zum Einsatz, das Lichtraumprofil wird unter Berücksichtigung von Überhöhung, Achsgeometrie und parameterabhängiger Kurven Aufweitung dynamisch erzeugt. Alle Verletzungen des Lichtraumprofils und der Sicherheitsräume werden detektiert und visuell mit Schnittplänen, Fotoaufnahmen und Vermassung der Einragung dokumentiert, die aufgenommene Punktwolke sowie der modellierte Lichtraumprofilschlauch können in einer 3D-Darstellung genutzt werden. Aus den Scan- und Bilddaten können weitere Informationen wie Ist-Gleislage, Lage und Höhe des Fahrdrahts oder für die Kartierung gleisnaher Objekte automatisiert analysiert und genutzt werden.
Lichtraumprofilkontrollen helfen auch beim Einsatz von Schwersttransporten, bereits in der Planung problematische Passagen zu identifizieren.